Fashion, Lifestyle
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Karl Lagerfeld. Modemethode

Zugegebenermaßen war ich anlässlich des heutigen Posttitels nicht besonders einfallsreich, dennoch erfüllt er seinen Zweck: allein der Name Lagerfeld reicht, um Modemädchen wie mich in Schnappatmung zu versetzen und unsere Herzen ein klein wenig schneller schlagen zu lassen. Und selbst wenn der Name nicht ausreicht, so werdet ihr eure Meinung nach den nun folgenden Schilderungen (und vor allem: den Bildern) ganz gewiss ändern. Um nicht lange umherzuschwafeln: Am Samstag wird offiziell die neue Karl Lagerfeld Ausstellung in der Bundeskunsthalle in Bonn eröffnet. Was das heißt? Exklusive Einblicke in den Arbeitsalltag des Modeschöpfers, einen Blick in die Vergangenheit von Fendi, Chanel, Chloé … und – nicht zu vergessen – mehr als 120(!!!) Looks aus 60 Jahren Modegeschichte! Die Accessoires nicht mit eingerechnet und ooooh ihr werdet begeistert sein! Denn dank meiner Zusammenarbeit mit dem Fashionary Mag, durfte ich schon am Mittwoch zum Medientermin in der Bundeskunsthalle erscheinen, und dort in einer exklusiven Führung durch Lady Amanda Harlech höchstselbst, Kuratorin der Ausstellung und jahrelange Lagerfeld-Wegbegleiterin, als eine der ersten die Ausstellung besuchen.

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Was mich erwartete: mehr Schönheit als das Auge ertragen kann! Denn was die Ausstellung zeigt ist nicht bloß Mode, oder der komplexen Schaffungsprozess dahinter. Nein, die Rede ist von Kunst in ihrer Perfektion, sowohl dem schöpferischen Geist dahinter, als auch dem großartigen Handwerk, das Frauen seit Jahrzehnten wie Göttinnen über die Straßen dieser Welt schweben lässt. Womit wir bei einem weiteren Stichwort angelangt wären. Denn anders als man vielleicht meinen können zeigt die Ausstellung nicht bloß Haute Couture Stücke, sondern vor allem Prêt-à-porter Mode, die Richtung, für die Karl Lagerfeld seit jeher bekannt ist. Eines der wichtigen Leitmotive der Ausstellung ist es, die Idee Lagerfelds, die Kunst des Designs lebendig zu machen indem sie auf die Straße kommt, zur Schau zu stellen. Und eben dieser Aspekt ist es, der auch ein wenig Zeitgeschichte mit sich bringt: die großen Kreationen werden alltagstauglich gemacht, weniger steif, dafür tragbarer. Und einstmals für veraltet und konservativ erklärte Labels wie Chanel neu aufgefrischt und modern gemacht.

 

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Zugegeben, in diesem Blogpost wahre ich in meiner Begeisterung herzlich wenig Objektivität. Wenn ihr euch also mehr für die Hintergründe der Ausstellung, die „harten Fakten“ und, ja gut, ein bisschen Schwärmerei interessieren solltet, könnt ihr gerne einmal auf der Seite des Fashionary Mag vorbei schauen, wo in den nächsten Tagen ein weiterer Artikel zur Ausstellung von mir erscheinen wird. Aber wenn euch das hysterische Jauchzen zwischen den Zeilen vorerst nichts ausmacht, seit ihr natürlich herzlich dazu eingeladen hier weiterzulesen ;) Denn wie an dem Bild oben erkennbar bin ich nun bei den Accessoires angelangt – und lasst euch sagen: die Sachen auf dem Bild sind nur ein Bruchteil dessen, was dort tatsächlich an den Wänden der Bundeskunsthalle ausgestellt ist. Ich gebe zu, in manchen Momenten habe ich mir eine schwarze Skimaske und einen Nikolaussack gewünscht. Glücklicherweise habe ich mich dann doch aufs Staunen beschränkt und jetzt ratet mal was mir an der gesamten Ausstellung am besten gefallen hat …

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… Die Knöpfe!!! Ich meine schaut sie euch an: es sind nicht mehr bloß Knöpfe – es sind Juwelen! Und ach, was soll man da noch groß erzählen, ein Bild sagt mehr als tausend Worte! Bei der Führung mit Lady Amanda Harlech konnte ich dann aber doch noch etwas interessantes hierzu in Erfahrung bringen: denn so wusste ich nicht, dass Lagerfeld einer der ersten Designer war, welche das Markenemblem auf ihren Kreationen öffentlich zur Schau stellten! Somit sind die Knöpfe mit den verspielten Chanel-Zeichen nur ein kleiner Hinweis auf einen großen Schritt, der heute dafür sorgt, dass jeder auf den ersten Blick weiß, dass beispielsweise die Sneakers von Nike oder das Top von Dolce & Gabbana sind.

 

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Da ich merke, dass der Post nun langsam etwas ausufert, werde ich mich abschließend kurz fassen und stattdessen lieber die Bilder für sich sprechen lassen. Bevor ich euch jedoch den atemberaubenden Paper Palace präsentiere, möchte ich euch nun nach dem ganzen objektiven Modegeschwafel ein kleines Fazit zu meinen Eindrücken von der Ausstellung liefern: Obgleich ich hier nur wenig darauf eingegangen bin, zeigt die Ausstellung auch ein paar interessante Einblicke in die Arbeitsweise des Kreativ-Genies Karl Lagerfeld. So erfährt man nicht nur, welche Rolle Papier in seinem Arbeitsalltag spielt, oder welches organisierte Chaos sich dem Betrachter auf einem nachgestellten Schreibtisch Lagerfelds bietet. Vielmehr bietet die Ausstellung einen Einblick in das Denken Lagerfelds und was ihn und sein Genie so besonders und, ja, einzigartig macht. Aber naja, am Ende lässt die Ausstellung vor allem die Mode für sich sprechen. Und uns den Atem stocken.

 

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Übrigens: Morgen Abend steigt die offizielle Ausstellungspreview in der Bundeskunsthalle. Ob Karl Lagerfeld höchstselbst erscheint ist zwar unklar, aber vielleicht kennt dieser Post ja noch einen zweiten Teil … Sollte dem nicht so sein, könnt ihr auf alle Fälle mal auf meinem Instagram-Account vorbeischauen. Dort werde ich euch auf alle Fälle auf dem Laufenden halten ;) Drückt mir die Daumen!!!

 

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2 Kommentare

  1. Ja und das ist nur ein Bruchteil – die Ausstellung ist wirklich unglaublich!

    Liebe Grüße!

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